Da mein Praktikum vorgestern zu Ende ging und ich nur noch
formhalber 2 Tage erscheinen muss wird es Zeit für einen kleinen
Rückblick auf meine Zeit hier in Mexiko.
Dieser Rückblick findet VOR meiner eigentlichen Reise in Mexiko
statt. Daher wird es vermutlich hierzu noch ein update geben!
Was werde ich definitiv vermissen? Worauf kann ich gerne
verzichten?
Fangen wir positiv absteigend an!
Meine Top 5!
5) Die Menschen:

Coole Leute

Und Arbeitskollegen (eine disjunkte Menge von Leute)
Die Mexikaner/innen sind wirklich offene, warme Menschen.
Man wird direkt zu allem eingeladen und jedem vorgestellt.
Fühlt sich also nie ausgeschlossen. Das ist in ner fremden
Umgebung sicherlich eine große Hilfe.
Außerdem ist der mexikanische Gruß furchtbar simpel aber
persönlich. Während in Deutschland jede Frau eine andere
Meinung dazu hat ob man sich mit Händedruck, Umarmung oder
Küsschen-links-Küsschen-rechts begrüßt, so wird in Mexiko
generell bei Frauen mit einem Kuss auf die rechte Wange
(von ihr aus gesehen
) gegrüßt. Das macht alles viel
einfacher
4) Tequila:

Mein Baby...

Trinkgewohnheiten, am Schluss aber ja nicht Salz und Limette vergessen!

Der nächste bitte!
Kaum für möglich zu halten. Vor kurzer Zeit war Tequila
mein absolutes Hassgetränk. Ich konnte kaum dran denken
oder einen Würgereflex in meinem Hals zu erzeugen. Heute
ist das anders. Der mexikanische Tequila ist eben doch
der beste. Wie so oft im Leben trifft hier das Motto
“Gut und Billig” zu. Den “Sierra Tequila” aus Deutschland
gibts hier zum Glück nicht. Der schmeckt einfach widerlich!
Übrigens ist die Kombination: Tequila Gold mit Zimt und
Orange gibts hier nicht. Beide Tequilasorten werden mit
Salz und Limette (nicht Zitrone) getrunken.
3) Die Sprache:

Mexikanisches Spanisch - die schönste Form
Man muss schon auf dem Tellerrand stehen um in
den Teller reinschauen zu können sagte mal ein
weiser Mann (okey, vllt. sagte das auch noch nie
jemand). Aber was mein ich damit?
Spanisch ist eine wunderschöne Sprache und erst
wenn mal mal aus dem Blickwinkel einer andren
Sprache auf die eigene(Englisch/Deutsch) blickt,
merkt man wie kompliziert doch einige Dinge in
der einen und wie simpel sie in der der anderen
Sprache gelöst werden.
Zum Beispiel hätte man den letzten Satz
vermutlich in Spanisch verständlich ausdrücken
können. Vielleicht liegts auch einfach an mir!
Aber wie schön die einzelnen Facetten der Sprache
zusammenspielen ist schon echt ein Genuss. Außerdem
hat Spanisch einfach den passendsten Ausdruck für
das Wort “Handschellen”. Das heißt hier “las esposas”
-die Ehefrauen …
alleine dafür hat es meiner
Meinung nach eine Auszeichnung verdient!
Aber hier noch ein Beispiel: Das Zählen!
Sieger: Spanisch/Englisch… ganz simpel.
Zwar gibt es einige Unregelmäßigkeiten zwischen
10 und 20 (warum eigentlich nicht “one-teen, two-teen”
und “diez y uno, diez y dos”. Aber diese lassen
sich leicht damit erklären, dass diese Zahlen oft
verwendet werden und daher verkürzt wurden.
Danach gehts dann fast regelmäßig weiter…
“twenty-one, thirty-one..”, “veintiuno, treinta y uno”
Silbermedaille: Deutsch… Selbe Ungereimtheiten
zwischen 10 und 20, danach wirds chaotisch, bleibt
im Chaos aber dafür konstant.
Hallo? Nehmen wir folgende Zahl…123.456…
Wieso nicht einfach von links nach rechts durchlesen
wenn man sie auch in der Reihenfolge 1 3 2 4 6 5
lesen kann. Nun hat das zwar auch System (bei 2-stelligen
Zahlen >20 erst die hintere Ziffer) aber letzendlich
ist das doch Unsinn!!!
Ich bin für “einhundert-zwanzigunddrei-tausend-vierhundert-
fünfzigundsechs” !! Oder kurz “zwanzig und eins”!
Bronze bzw. Epic Fail: Französisch. Wo im Deutschen
nach klaren Regeln seltsam gezählt wird, ist im Französischen
doch definitiv der Wurm drin (oder vllt. passender die
Schnecke oder der Froschschenkel).
Es fängt ja alles ganz harmlos an aber ab 60 wirds doch
sehr wild. Wo die Zahl 60 noch ihren eigenen Namen bekommt
(soixante),muss sich die 70 damit begnügen, dass sie eben nur
ne 60+10 ist (soixante-dix). Damit kann sie sich aber
noch glücklich schätzen. Die 80 setzt sich nämlich aus
4×20 zusammen (quatre-vingts). Den Höhepunkt erreicht
das französische Zahlensystem bei der 90, die sich logischer
weise aus 4×20+10 zusammensetzt (quatre-vingts-dix).
Trois-trentes (3×30) klänge ja auch blöd 
Dafür möchte ich Französisch mit dem letzten Platz schmücken,
3. Sieger wird dieser Misere im Zahlensystem einfach nicht
gerecht!
2) Frauen:

Singen konnte Sie nicht!

Ich schätze Sie für ihr Intellekt!

Auch von oben machen Sie eine gute Figur!
Ganz knapper 2. Platz. Es war ein Kopf an Kopf rennen. Letztendlich
hat es aber nur für den 2. Platz gereicht. Die Mexikanerinnen.
Zugegeben, wer auf blond steht wird hier nicht glücklich (dafür
wurde ja schließlich Schweden erfunden). Wer aber dunkelhaarige,
moccabraune Schönheiten mag, der ist hier im Paradies.
Außerdem können Sie beim Tanzen Dinge mit ihrem Körper anstellen,
die durchaus als gefährlich einzustufen sind.
Ein kleiner Tipp für jeden, der mal hier sein sollte und auf der
Tanzfläche einen einsamen Stuhl sieht: Möglichst langsam vorbei
laufen und dabei fragend in die Gegend schauen. Mit etwas Glück
wird den Leuten schnell klar, dass man Ausländer ist. Schnell
versammelt sich eine Menschenmenge um den Stuhl, man wird von wild
fremden Menschen auf den Stuhl gedrückt und was folgt, würde in
Deutschland nicht für unter 50Euro + Trinkgeld rausgehen – Perreo!
Eine mexikanische Schönheit wird auserkoren und liefert zu Reggaeton
Musik einen privaten Lapdance ab,der es in sich hat 
(Stichwort… arriba la blusa, abajo el pantalon…).
1) Essen:

Tacos soweit das Auge reicht!

Und noch paar andre Dinge!
Das schlagende Argument war hier einfach, dass man Frauen nicht
einfach in eine Tupperdose stecken und in der Mittagspause
vernaschen kann. Wäre dies möglich, müsste sich das mexikanische
Essen mit dem 2. Platz zufrieden geben. So hat es sich allerdings
den 1. Platz redlich verdient.
Ich könnte ewig davon schwärmen… Die Vielfalt des mexikanischen
Essens ist gigantisch. Jede Region hat ihre eigenen Kreationen,
die zwar größtenteils mit “Tortilla mit Fleisch” umschrieben
werden können, aber doch ihre Eigenheiten haben. Oh ich werde
ihn vermissen den Taco al Pastor und all seine Konsorten…
Tacos, Tamales, Flautas, Pozole, Chilaciles, Mariscos u.v.m.
Aufgrund seiner starken Abhängigkeit vom Tortilla reicht es allerdings
für meine “Beste Küche Ranking” nur für den geteilten 2. Platz
mit Indisch. Den Ersten Platz nimmt aufgrund seiner enormen Vielfalt
schon seit jeher Italienisch ein. Hier sorgt die Tatsache, dass sie
mit Pizza und Pasta gleich 2 der wichtigsten Erfindungen der Geschichte
in Petto haben dafür dass es für den ersten Platz reicht.
Leider ist mexikanisches Essen auch echt nicht gesund, aber nun gut!
So, das wars von den TOP 5, nächstes Mal gibts die FLOP 5
Grüße
Dylan